Fragen und Antworten

Für welches Alter ist Chiropraktik geeignet?

Die Behandlung eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen mit den unterschiedlichsten Beschwerden, als auch für Schwangere, Babys und Sportler. Die Chiropraktik beinhaltet vielfältige manuelle Techniken und Spezialisierungen, die individuell dem Patienten angepasst werden.

Ist Chiropraktik eine sichere Behandlungsmethode?

Ja, wenn sie fachgemäß von einem in original amerikanischen Techniken ausgebildeten Chiropraktiker ausgeführt wird.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Nein! Die sanften Grifftechniken werden in der Regel als angenehm empfunden. Da im Augenblick der Justierung sehr viele Körperfunktionen und Aktivitäten in Gang gesetzt werden, fallen die Reaktionen von Mensch zu Mensch jedoch unterschiedlich aus. Nach der ersten Behandlung kann es zu einer Art Muskelkater kommen, da Fehlstellungen, die womöglich lange fixiert waren, nach der Behandlung wieder in Bewegung kommen, und sich die umliegende Muskulatur der Haltungsverbesserung anpasst. Dieser Vorgang wird als „chiropraktischer Nachschmerz“ oder als Heilreaktion bezeichnet.

Können die Wirbel oder Gelenke durch chiropraktische Behandlungen ausleiern?

Nein! Durch die Techniken der amerikanischen Chiropraktik wird die Justierung/Korrektur über gezielte Impulse innerhalb des normalen Bewegungsausmaßes vorgenommen. Dabei können Bänder und Muskeln nicht überdehnt werden.

Wie lange dauert es, bis ich eine Besserung spüre?

Das ist sehr unterschiedlich und abhängig von den individuellen Beschwerden. Akute Beschwerden können sich schon nach wenigen Behandlungen bessern, während chronische Leiden meistens etwas mehr Zeit erfordern.

Ich habe von Chiropraktikern, Chirotherapeuten und Chiropraktoren gehört. Was ist der Unterschied?

In Deutschland steht das Wort Chiropraktik für eine Therapieform und leider ist der Begriff der „Amerikanischen Chiropraktik“ oder auch der Titel „Doctor / Master of Chiropractic“ nicht geschützt, so dass sich im Grunde jeder so nennen darf, ohne das ein Universitätsabschluss dahinter steht.

Für Sie als Patient kann das sehr verwirrend sein, darum hier einmal eine Definition der drei gängigsten Begriffe:

Chiropraktiker: In der Regel handelt es sich hierbei um einen Heilpraktiker, der manuelle Behandlungen anbietet und sich durch einzelne Kurse im Bereich der Chiropraktik weitergebildet hat. Es wurde kein Studium absolviert, so dass Chiropraktiker wissenschaftlich nicht gut ausgebildet sind.

Chirotherapeut: Im Allgemeinen handelt es sich beim Chirotherapeuten um einen Arzt, oftmals einem Orthopäden, der sich durch zusätzliche Seminare chiropraktische Kenntnisse angeeignet hat. Durch das vorhandene Medizinstudium hat der Chirotherapeut natürlich ein fundiertes Wissen über die Anatomie und eine wissenschaftliche Ausbildung. Allerdings fehlt ihm das chiropraktische Fachwissen eines Chiropraktors.

Chiropraktor: Hierbei handelt es sich um einen Absolventen einer medizinischen Hochschule mit einem mindestens sechsjährigem Vor- und Hauptstudium der Chiropraktik und dem Abschluss „Doctor of Chiropractic“ oder „Master of Chiropractic“. Da der Beruf des Chiropraktors in Deutschland nicht gesetzlich geregelt ist, muss das Studium im Ausland absolviert werden. Meistens in den USA, aber auch in Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien oder Dänemark werden entsprechende Studiengänge angeboten. Zusätzlich muss ein Chiropraktor in Deutschland eine Prüfung zum Heilpraktiker ablegen, da er bzw. sie in Deutschland vor dem Gesetz „nur“ als Heilpraktiker gilt, obwohl ein Chiropraktor nach ca. 5000 Ausbildungsstunden ein sehr fundiertes Wissen über die menschliche Anatomie, Physiologie und Neurologie hat, ein extrem gutes „Handgefühl“ entwickelt hat und – weil er / sie sich ausschließlich mit den Gelenken, Knochen und der Muskulatur beschäftigt – exakte Diagnosen und Therapiepläne erstellen kann.

Kann die Chiropraktik auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch helfen?

Auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch sollte die Chiropraktik zu Rate gezogen werden. Häufig gibt es Probleme mit – zum Teil – unerkannten verengten oder verwachsenen Eileitern. Blockierte Wirbel verhindern, dass Impulse der Nerven richtig an die Muskeln der Eileiter gesendet werden und diese nicht „loslassen“. Die muskuläre Neurophysiologie ist gestört. So kann zum Beispiel ein blockierter 3. Lendenwirbel (dieser ist u.a. für Menstruationsprobleme, schmerzhafte oder unregelmäßige Perioden, Fehlgeburten oder Blasenschwäche verantwortlich) so auf den Nerv drücken, dass die Gebärmutter unterversorgt ist und so ein normaler Eitransport unmöglich ist. Die Basis für eine Schwangerschaft.

Welche Schwangerschaftsbeschwerden können durch die Chiropraktik gelindert werden?

Bei sämtlichen schwangerschaftsbedingten Beschwerden kann die Chiropraktik helfen. Insbesondere, wenn eine Medikamentengabe nicht möglich ist, kann die Chiropraktik die einzige Möglichkeit sein, einen beschwerdearmen Schwangerschaftsverlauf zu erleben.

Kann eine chiropraktische Behandlung die Geburt erleichtern?

Ja. Durch eine regelmäßige Behandlung während der Schwangerschaft ist die Beweglichkeit des Beckens und Rückens viel besser, das Becken kann sich richtig dehnen und das Baby liegt optimal im Geburtskanal.

Kann Chiropraktik dem Ungeborenen schaden oder frühzeitige Wehen auslösen?

Nein, wenn die Behandlung von einem erfahrenen Chiropraktor durchgeführt wird, ist die Behandlung sicher.

Kann Chiropraktik bei einer Beckenendlage des Babys helfen?

Ja. Etwa 5% der Babys verweilen in der sogenannten Steißlage. Sie tragen ein erhöhtes Risiko für Hüftdysplasien oder einem Sauerstoffmangel während der Geburt. Mit der Webster Technik lässt sich das Kreuzbein und die Knochen des Becken ins Gleichgewicht bringen und korrekt ausrichten, gleichzeitig werden die Mutterbänder gelockert und das Baby hat mehr Platz, um die richtige Position einzunehmen.

Wann sollte ich in meiner Schwangerschaft mit der chiropraktische Behandlung beginnen?

Schon zu Beginn der Schwangerschaft lohnt sich eine Behandlung, also bevor die ersten Beschwerden auftreten und dann regelmäßig bis zur Geburt.

Werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen?

Unsere Praxis ist eine reine Privat-Praxis. Inwieweit Ihre Krankenkasse, Zusatzversicherung oder die staatlichen Beihilfestellen die Kosten übernehmen, können wir leider nicht beurteilen. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit Ihrer jeweiligen Krankenkasse in Verbindung.